T-D-1 Aufruf zur Bundespräsidentenwahl

Wir begrüßen die Kandidatur von Prof. Dr. Christoph Butterwegge für das Amt des Bundespräsidenten und möchten ihn herzlich einladen, mit uns über seine Vision einer gerechteren Gesellschaft zu sprechen. Der renommierte Kölner Sozialwissenschaftler und Philosoph hat sich sein ganzes Leben lang gegen soziale Ungleichheit eingesetzt und auch öffentlich zu den großen Debatten unserer Zeit Stellung genommen, wie Neoliberalismus, Globalisierung und demografischem Wandel. Zuletzt hat sich Butterwegge als führender Armutsforscher in Deutschland etabliert, jedoch beschäftigte er sich auch intensiv mit Demokratietheorie, Friedensforschung, Migrationspolitik, Rassismus und Rechtsextremismus. Er steht somit für Themen, die auch die Identität der Grünen geprägt haben und prägen. Als Parteiloser kann er das Präsidentenamt glaubhaft im Sinne aller Bürger*innen ausfüllen, als Wissenschaftler wäre er ein Korrektiv in unserer zunehmend postfaktischen Gesellschaft und als dezidierter Kritiker der Aushöhlung unseres Sozialstaates kann er ein Zeichen der Versöhnung in Bevölkerungsschichten senden, die sich zunehmend von unserem demokratischen System verabschieden. Prof. Dr. Christoph Butterwegge wäre deshalb eine ausgezeichnete Wahl! Wir appellieren an die Vertreter*innen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bundesversammlung, ihre Stimme entsprechend abzugeben.

 

Zugleich wenden wir uns gegen Bestrebungen, alternativ noch eine weibliche Kandidatin für die nach Faktenlage aussichtslose Kandidatur zu suchen. Es ist eine Unart im deutschen Parteiensystem, Frauen stets dann als Bundespräsidentin vorzuschlagen, wenn bereits feststeht, dass sie keine nennenswerte Chance haben, tatsächlich in das Amt gewählt zu werden. Stattdessen sollten wir Grüne für die darauf folgende Wahl frühzeitig und parteiübergreifend eine gemeinsame und erfolgversprechende Kandidatin finden.

ERLÄUTERUNG:

Da es keinen Tagesordnungspunkt “Anträge“ oder “Verschiedenes“ gibt und man im Online-Tool nur zu existierenden TOPs Anträge einreichen kann, ist dieser zu TOP 1 eingereicht, mit dem Ansinnen, diesen Antrag an geeigneter Stelle in einem zusätzlichen Tagesordnungspunkt zu behandeln.

Begründung: BEGRÜNDUNG DER DRINGLICHKEIT: Diese sollte unstrittig sein: Die nächste LDK ist erst nach der Bundesversammlung. Und die Kandidaturen von Steinmeier und Butterwegge wurden erst deutlich nach Antragsschluss bekannt. Und wir sollten uns für eine so wichtige Entscheidung Zeit nehmen, auch um unseren Respekt vor diesem Amt auszudrücken, gerade als basisdemokratische Partei. INHALTLICHE BEGRÜNDUNG: Wir meinen, dass die Diskussion über eine so wichtige Personalie ins Licht der Öffentlichkeit gehört! Und wenn der Bundespräsident schon nicht in allgemeiner und gleicher Wahl durch die Bürger*innen unseres Landes bestimmt wird, so sollte die Entscheidung zumindest einigermaßen transparent und nicht nur von ein paar Parteivorsitzenden in Berliner Hinterzimmern getroffen werden. Wir finden: Die Landesdelegierten sollten das Recht und die Möglichkeit haben, über diese wichtige Frage auf der LDK zu sprechen. Sie sollten auch eine Empfehlung aussprechen können. Die über 100 Antragsteller*innen aus mehr als 25 Kreisverbänden begrüßen die Kandidatur des Kölner Armutsforschers Prof. Dr. Christoph Butterwegge und möchten ihn zu einem Dialog einladen. Wir halten ihn für eine ausgezeichnete Wahl und seine Unterstützung für die beste verbliebene Handlungsoption aus grüner Sicht. Eine weitergehende inhaltliche Begründung erfolgt mündlich auf der LDK.
Antragsteller*innen: Marc Kersten (KV Köln), Birgitt Höhn (KV Kleve), Alexander Tietz (KV Städteregion Aachen), Eva Gerhardus (KV Rhein-Berg), Martin Heyer (KV Bonn), Werner Ignatowitz (KV Euskirchen), Norika Creuzmann (KV Paderborn), Christoph Stolzenberger (KV Heinsberg), Fritz Lothar Winkelhoch (KV Oberberg), Regina Kaiser (KV Köln), Justin Jacob (KV Dortmund), Petra Schmidt-Niersmann (KV Wesel), Roland Schwarz (KV Köln), Flor Diez Hurtado (KV Bielefeld), Lothar Kemmerzell (KV Soest), Sigrid Pomaska (KV Hagen), Tobias Grupe (KV Köln), Ulrike Tadema (KV Duisburg), Jörg Thiele (KV Krefeld), Karin Fetzer (KV Wesel), Patrick Michalski (KV Rhein-Sieg), Silke Kierspel (KV Rhein-Sieg), Bert Lahmann (KV Köln), Jutta Brodhäcker (KV Bonn), Eyüp Odabasi (KV Herford), Antje Westhues (KV Bochum), Martin Kühn (KV Köln), Sava Stomporowski (KV Bonn), Klaus Kienle (KV Coesfeld), Andrea Münnekehoff (KV Oberberg), Markus Wagener (KV Köln), Sylvia Olbrich (KV Mark), Reinhard Schulze Wartenhorst (KV Warendorf), Luisa Schwab (KV Köln), Deniz Ertin (KV Köln), Steffi Moûze (KV Wuppertal), Alex Mecketh (KV Münster), Zuszsa Bona (KV Köln), Stephan Hofacker (KV Coesfeld), Andreas Franco (KV Köln), Gerd Klünder (KV Warendorf), Ina Wolf (KV Köln), Christian Hohn (KV Olpe), Kai Olbrich (KV Mark), Jiota Alexiou (KV Köln), David-Christopher Feske (KV Köln), Fritz Lothar Winkelhoch (KV Oberberg), Peter Ruther (KV Köln), Vivienne Nitsche (KV Euskirchen), Frank Krupka (KV Mönchengladbach), Jochen Nadolski-Voigt (KV Unna), Sabine Grützmacher (KV Oberberg), Martin Bachmann (KV Köln), Ines Advena (KV Münster), René El Saman (KV Bonn), Frank Theilen von Wrochem (KV Köln), Barbara Romanowski (KV Oberberg), Manfred Keller (KV Kleve), Gabriela Czowalla (KV Köln), Michael Lang (KV Köln), Dietmar Beckmann (KV Duisburg), Anne Walberer (KV Köln), Thomas Hovestadt (KV Köln), Astrid Heltner (KV Oberberg), Tuncay Simsek (KV Köln), Johann Utz (KV Köln), Evelyn Rose-Thalheim (KV Köln), Wolfgang Schäfer (KV Köln), Deborah Rupprecht (KV Rhein-Sieg), Maximilian Krupp (KV Köln), Gaby Winkelhoch (KV Oberberg), Oliver Henkel (KV Rhein-Sieg), Peter Dahlhaus (KV Köln), Faryna-Joleen Höhn (KV Kleve), Marcin Hellebrand (KV Köln), Michael Heinen-Anders (KV Rhein-Sieg), Carolin Ramrath (KV Köln), Lukas Benner (KV Städteregion Aachen), Elisabeth Knobeloch (KV Köln), Beate Bänsch-Baltruschat (KV Bonn), Till Hoffmann (KV Köln), Karl-Heinz Hemmerich (KV Wesel), Claudia Pinl (KV Köln), Christian Stunz (KV Köln), Niklas Graf (KV Wesel), Linda Bell (KV Euskirchen), Norbert Schäfer (KV Köln), Karl-Heinz Nauroth (KV Euskirchen), Yves Reich (KV Köln), Ellen Mende (KV Euskirchen), Jan Sieckmann (KV Köln), Inan Metinoglu (KV Köln), Guido Bachem (KV Euskirchen), Reinhard Klenke (KV Köln), Dorothee Kroll (KV Euskirchen), Frank Hauser (KV Köln), Marlis Bredehorst (KV Köln), Florian Weber-Baronowsky (KV Köln), Philipp Kreuzer (KV Köln), Alexander Bühner (KV Euskirchen), Fabio Alexander Voss (KV Köln), Diethelm Schneider (KV Bonn), Stefan Wolters (KV Köln)

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