W-BT-17 Maik Außendorf

Wirtschaft durch Preiswahrheit sozial, nachhaltig und ökologisch steuern

Im Preis für Atomstrom sind weder die Risiken noch die Endlagerkosten enthalten, Fernbusse zahlen weder Trassen- noch Stationskosten, CO2 Zertifikate wiegen bei weitem nicht die Klimaschäden auf.

Andererseits schlägt jede verkaufte Photovoltaik-Kilowattstunde in der Stromrechnung aller zu Buche, Bahn-Fahrkarten sind teuer, weil die Bahnen für jeden gefahrenen Trassen-km zahlen müssen. Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen und zeigt: in der Wirtschafts- und Finanzpolitik läuft grundsätzlich etwas falsch. Kaum ein Produkt oder Dienstleistung spiegelt die tatsächlichen ökologischen und sozialen Kosten wieder, was zu einem völlig verzerrten Wettbewerb führt.

Zentraler Ansatzpunkt unserer Wirtschaftspolitik muss daher das Prinzip der Preiswahrheit sein: Produkte und Dienstleistungen müssen alle ökologischen und sozialen Kosten internalisieren.

Zukünftige Herausforderungen durch zunehmende Automatisierung

In früheren Jahrzehnten haben Produktivitätszuwächse in der Regel zu Lohnsteigerungen geführt. Derzeit erleben wir eine rasante Zunahme von Automatisierung der Arbeitswelt, wodurch jedoch nicht primär die Löhne steigen, sondern vermehrt auch qualifiziertere Arbeitsplätze wegfallen. Die Chancen, die sich hier gerade im Hochtechnologie- und Wissens-Standort Deutschland bieten, müssen wir nutzen ohne jedoch die Risiken gerade im Bereich Datenschutz aus den Augen zu verlieren. Die Renditezuwächse oder Automatisierungsdividende müssen wir gesellschaftlich verwenden, um Personal-intensive Tätigkeiten wie z.b. in der Pflege oder Bildung zu stärken. Bei einer langfristigen Bestätigung dieses Trends und damit einhergehendem Rückgang des Beschäftigungsgrades, können die Automatisierungsgewinne als Einstieg in ein Grundeinkommen genutzt werden.

Ich möchte GRÜNE Politik im Bundestag mit gestalten. Dafür habe ich das Votum des KV Rhein-Berg und KV Leverkusen, des Bezirksverbandes Mittelrhein und der LAG Wirtschaft.

Biografie

45 J., verheiratet, 11-jährige Zwillinge. Schule und Studium in Münster, Zivildienst in der Schwerstbehindertenselbsthilfe, Diplom-Mathematiker 1998. Auslandsaufenthalt in Kolumbien. IT Berater und Geschäftsstellenleiter bei der Suse Linux AG, Gründung eines Betriebsrates, Gesamtbetriebsratsvorsitzender. Seit 2004 selbständig im Bereich Open Source. bei den GRÜNEN seit 2008, u.a. Ortsvorstand, als Stadtratsmitglied in Bergisch Gladbach Sprecher für Energie, Verkehr, Wirtschaft. 2013 Bundestagskandidat, seit 2015 Mitglied im Vorstand des Bezirksverbandes Mittelrhein. Mitglied u.a. im DAV, BUND.

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