W-BT-21 Maria Klein-Schmeink

Gemeinsam geht vieles besser

– das hat sich in der enormen Hilfsbereitschaft und dem großen Engagement für die Integration der vielen in Deutschland Zuflucht Suchenden gezeigt, das gilt auch für unser Gesundheitswesen.

Viele Umfragen zeigen die hohe Wertschätzung unseres solidarischen Gesundheitssystems, aber auch die Sorge, dass es immer stärker privatisiert und ökonomischen Verwertungsinteressen unterworfen wird. Dazu haben Union und SPD mit den ungerechten Zusatzbeiträgen und dem harten Wettbewerb zwischen den Krankenkassen erheblich beigetragen. Heute erleben viele Patient*nnen, dass ihre Krankenkasse ihnen Leistungen vorenthält, um Ausgaben zu sparen. Das ist schlecht für den einzelnen und untergräbt zugleich das Vertrauen in unser Solidarsystem.  Diesen verhängnisvollen Weg gilt es zu stoppen, unser solidarisches Gesundheitswesen zu stärken und Lobbyinteressen für eine weitere Privatisierung zurückzudrängen.

Wir brauchen politische Mehrheiten, die dafür sorgen, dass die Arbeitgeber wieder die Hälfte der Beiträge tragen. Zudem müssen wir endlich den Einstieg in die Bürgerversicherung schaffen. Wenn alle mit allen Einkommensarten zur Solidarität beitragen, wird es gerechter und wir können auch auf Dauer die steigenden Kosten für die Versorgung immer mehr älterer Menschen finanzieren.

Noch immer gilt: Armut macht krank und wer dauerhaft krank ist, hat ein großes Risiko arm zu werden.  Deshalb müssen Gesundheitsförderung und Prävention endlich bei denen ankommen, die davon am stärksten profitieren würden. Eines der gröbsten Versäumnisse der Koalition ist es, die enorme Arbeitsverdichtung im Bereich der Pflege endlich aufzulösen und für eine faire Bezahlung zu sorgen.

Ich habe mich in den letzten Jahren stark für eine bessere Versorgung von Menschen mit einer psychischen Erkrankung, mit einer Behinderung oder von Flüchtlingen sowie für mehr Patientenrechte engagiert. Auch diese Arbeit für mehr Zusammenhalt möchte ich gern fortsetzen und bitte Euch um Eure Stimme.

Biografie

Jahrgang 1958, ledig, eine Tochter, Magister Soziologin, Gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, Wahlkreis Münster. Fast 20 Jahre leitende Tätigkeit in der Erwachsenenbildung, von 2002 bis 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der grünen Landtagsfraktion mit Schwerpunkt Arbeit, Gesundheit, Soziales und Kommunales, von 1993 bis 2009 Mitglied des Rates der Stadt Münster, davon viele Jahre Fraktionssprecherin, seit 2009 Bundestagsabgeordnete mit Schwerpunkt Gesundheitspolitik. Für mehr Informationen: klein-schmeink.de

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